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Ägypten

جمهوريّة مصرالعربيّة

Gumhūriyyat Misr al-ʿarabiyya
Arabische Republik Ägypten

Ägypten (arabisch مصر Misr, offiziell die Arabische Republik Ägypten), ist ein Staat im nordöstlichen Afrika. Die zu Ägypten gehörende Sinai-Halbinsel wird im allgemeinen zu Asien gezählt. Das Land grenzt im Norden an das Mittelmee, im Osten an das Rote Meer, den Gaza Streifen und Israel, im Westen an Lybien und im Süden an Sudan. Dort ist die Grenze im sogenannten Hala'ib-Dreieck umstritten. Ägypten wird zu den Maschrek-Staaten gerechnet und ist knapp dreimal so groß wie Deutschland.

Bevölkerungsentwicklung
Die Bevölkerung Ägyptens siedelt primär im Niltal, im Nildelta, am Sueskanal und an touristisch bedeutsamen Orten am Meer. In den westlichen Oasen Fayyum, Dachla, Farafra, Siwa und Charga leben nur wenige Menschen. 42 % aller Ägypter lebten 2004 in Städten, 33,9 % waren unter 15 Jahre alt.


Die größten Städte sind (Mio. Einwohner, Stand 1. Januar 2005): Kairo (7,7), Alexandria (3,8) und Giseh (2,4), Sues (0,5),(0,4) und Assuan (0,2).

Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerung Ägyptens wächst sehr schnell (1,9 % pro Jahr) und stellt das ohnehin schon in seinen fruchtbaren Teilen sehr dicht besiedelte Land vor große Probleme. Um 1800 hatte das Land nur etwa 2,5 Millionen Einwohner. Im Jahre 1900 erreichte die Bevölkerung etwa 12,5 Millionen Einwohner, 2000 schon fast 68 Millionen. In der Vergangenheit, etwa zu Zeiten der Pharaonen, hatte das Land zwischen 4 bis maximal 12 Millionen Einwohner – eine Bevölkerungszahl, die wohl auch in der Spätantike erreicht wurde.

Ethnien
Fast die gesamte Bevölkerung besteht aus arabischstämmigen Ägyptern (97 %). Darüber hinaus sind im Süden Ägyptens Nubier ansässig. In der Lybischen Wüste lebten einst Berberstämme von denen heute jedoch nur noch wenige in der Oase Siwa wohnen. In den Wüsten östlich des Nil leben arabisch- und Bedscha-sprachige Nomaden.


Sprachen
Die Amtssprache ist arabisch. Es wird mehrheitlich Ägyptisch-Arabisch, ein neuarabischer Dialekt, gesprochen. Schriftsprache ist seit der arabischen Eroberung im 7. Jahrhundert das Hocharabische, nur in der Koptischen Kirche wird als Liturgie Sprache  noch das Koptische verwendet, das in eigener Schrift, die von der griechischen abgeleitet ist, geschrieben wird.


In der Oase Siwa spricht man noch eine Berbersprache, das so genannte Siwi. Im Süden und in der Oase Charga sprechen viele Menschen Nubisch. Im Südosten gibt es auch Bedscha-Sprecher. Als Fremdsprache ist Englisch und in der Oberschicht auch noch Französisch verbreitet. Außerdem gibt es rund 230.000 Domari-Sprecher – eine indo- iranische Sprache.

Religionen
Ägypten ist der Verfassung nach ein islamischer Staat und der Islam ist Staatsreligion. Theoretisch gewährt zwar Artikel 18 der ägyptischen Verfassung allen Bürgern Religionsfreiheit, die in der Praxis aber drastisch eingeschränkt wird. So muss auf staatlichen Ausweisen die Religionszugehörigkeit angeführt werden, dabei darf jedoch nur zwischen den drei offiziell anerkannten Religionen Islam, Christentum und Judentum gewählt werden. Angehörige anderer Religionen müssen ihren Glauben entweder verleugnen oder sie erhalten keine Ausweise und verzichten dadurch weitgehend auf ihre Bürgerrechte. Das gleiche trifft auf Moslems zu, die zum Christentum konvertieren, für solche Personen wird selbst von hochrangigen Politikern sogar die Todesstrafe gefordert. Das mag erklären, warum Ägypten
1966 maßgeblich daran beteiligt war, die in der Menschrechtsdeklaration von 1948  enthaltene Formulierung „the freedom to change his religion or belief“ abzuschwächen, so dass es nun in Artikel 18 des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte heißt: „the freedom to have or adopt a religion or belief.“

Muslime

Ungefähr 85 % der Einwohner Ägyptens sind sunnitische Muslime. Die Sharia ist die Hauptquelle der Gesetzgebung. Einerseits ist die Auslegung des Islams in Ägypten meist modern und fortschrittlich, insbesondere durch die in der muslimischen Welt führende Al Azhar Universität.  Die Muslim Bruderschaft darf nicht unerwähnt bleiben, sie wird von der ägyptischen Regierung unter Kontrolle gehalten.


Christen
siehe auch:
Koptische Kirche, Koptisch-katholische Kirche, Griechisch-Orthodoxe Kirche von Alexandria, Koptische Evangelische Kirche
Vor dem Siegeszug des Islam im 7. Jahrhundert waren in Ägypten Christen die dominierende Religion; der Evangelist Markus soll in Ägypten schon um das Jahr 50 missioniert haben. Heute findet man in Kairo und Alexandria, aber auch in Mittel- und Oberägypten (nicht selten in überwiegend christlichen Dörfern) eine christliche Minderheit, die ungefähr 15 % der Gesamtbevölkerung Ägyptens umfasst. Die staatlichen und kirchlichen Zahlenangaben differieren jedoch stark, daher beruhen auch viele der im folgenden genannten Zahlen nur auf Schätzungen.

Die Mehrheit der ägyptischen Christen trug die Beschlüsse des Konzils von Chalzedon 451 nicht mit, es kam zur Bildung der Koptischen Kirche, die heute mit vermutlich mehr als 10 Millionen Mitgliedern die mit Abstand größte Kirche Ägyptens ist (laut eigenen Angaben: 15 Millionen Mitglieder). Andere in Ägypten vertretene altorientalische Kirchen sind die Armenisch-Apostolische Kirche mit rund 15 000 Mitgliedern und die Syrisch-Othodoxe Kirche von Antiochien mit lediglich rund 500 Mitgliedern.

Juden

In Ägypten leben nur noch ca. 100 Juden. Zum Vergleich: 1948 waren es noch 75 000. Zu groß angelegten Ausweisungen von Juden kam es 1956 im Zusammenhang mit dem Suezkrieg und 1967 anlässlich des Sechstagekriegs. Seit 1979 der Friedensvertrag zwischen Ägypten und Israel abgeschlossen wurde, sind die Juden in Ägypten in ihrer Religionsfreiheit nicht mehr eingeschränkt, sie bilden aber nur mehr eine winzige, überalterte Minderheit.


Soziale Lage und Bildung

Ägypten nimmt vom Pro-Kopf-Einkommen her im afrikanischen Vergleich eine mittlere Position ein. Das BIP(BruttoInlandsProdukt) ist 2004 um 4,2 % gewachsen. Davon wurden 15 % in der Landwirtschaft, 37 % in der Industrie und 48 % im Dienstleistungssektor erwirtschaftet. 27 % aller Erwerbstätigen arbeiteten 2002 in der Landwirtschaft, 21 % in der Industrie und 52 % im Dienstleistungssektor.
Alle Arbeitnehmer sind sozialversichert; es gibt eine Kranken-, Alters- und Invalidenversicherung. Geleistet werden auch Hinterbliebenenrenten, Krankengeld und Arbeitslosenunterstützung. Die Beschäftigten in der Industrie sind zu einem gewissen Prozentsatz an den Unternehmensgewinnen beteiligt. Die Arbeitslosigkeit lag 2005 und 2006 im Durchschnitt bei 9,8 % mit einer hohen verdeckten Arbeitslosigkeit. Erschwerend kommt hinzu, dass von den einst 3 Mio. ägyptischen Gastarbeitern im Ausland sehr viele wieder in ihre Heimat zurückgekehrt sind – vor allem aus Kuwait und aus dem Irak. Generell lässt sich sagen, dass auf dem Land eine saisonale Arbeitslosigkeit typisch ist; in den Städten herrscht dagegen eher permanente Unterbeschäftigung. Die Inflation lag im gleichen Zeitraum bei 4,5 % im Durchschnitt.

Das Gesundheitssystem ist in den Städten relativ gut entwickelt, auf dem Lande gibt es noch gravierende Lücken. Einseitige Ernährung und mangelnde Hygiene sind Ursachen für endemische Krankheiten (etwa Bilharziose); ein weiteres Problem stellt Malaria dar. Allgemeine Schulpflicht bei kostenlosem Unterricht besteht für 6- bis 12jährige. Das derzeitige Schulsystem wurde 1952 eingeführt; ihm zufolge schließen sich an die Grundschule eine dreijährige Vorbereitungs- und eine dreijährige Sekundarschule an, darauf folgt die Hochschulausbildung. Die Analphabetenrate  beträgt trotz des erheblichen Ausbaus schulischer Einrichtungen noch etwa 50 %. Von den zwölf Universitäten Ägyptens befinden sich fünf in Kairo. Eine Besonderheit stellt die KairoerAl Azhar Universität dar; sie ist seit 983 Zentrum islamischer Gelehrsamkeit.
 

Quelle: Auszug aus Wikipedia

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Die Türkei (amtlich: Republik Türkei, türkisch: Türkiye Cumhuriyeti, Abkürzung T.C.) ist ein Staat in Asien (97 Prozent der Staatsfläche) und Europa (3 Prozent der Staatsfläche). Die Türkei ist der Nachfolgestaat des Osmanischen Reiches und ging nach dem Ersten Weltkrieg aus diesem hervor. Die Türkei ist eine laizistische Republik. Der Laizismus geht auf den Staatsgründer Mustafa Kemal „Atatürk“ zurück. Atatürk war bestrebt, die Türkei durch viele gesellschaftliche Reformen nach dem Vorbild Europas zu modernisieren. Seit dem 3. Oktober 2005 steht die Türkei in Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union.

Bevölkerung
Die genaue ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung in der Türkei ist nicht exakt feststellbar. Bei offiziellen Volkszählungen wird die ethnische Zugehörigkeit nicht erfasst. Ermittelt wird hingegen Muttersprache und Zweitsprache, wobei die Zahlen bei vielen Minderheiten aufgrund der türkischen Assimilationspolitik stark rückläufig sind. Hinzu kommt, dass sich in der Türkei seit Jahrhunderten die verschiedensten Volksgruppen mischen, so dass die Zurechnung eines Menschen zu einer Volksgruppe vielfach schwerfällt.

Besonders umstritten ist die genaue Zahl der Kurden bzw. Zaza, der größten und sich der Assimilation am stärksten entziehenden Volksgruppe. Die Angaben zu den Ethnien differieren je nachdem, welche Quellen herangezogen werden, stark. Demnach leben in der Türkei folgende Ethnien: 70 bis 80 % Türken, ca. 20 bis 30 % Kurden, 2 bis 3 % Zaza, 2 % Araber, 1 % Albaner, 0,5 % Tscherkessen, 0,5 % Georgier sowie diverse andere ethnische Gruppen und Nationalitäten wie Abchasen, Aramäer, Armenier, Bosniaken, Bulgaren, Griechen, Lasen, Tschetschenen.

Die Bevölkerungsgruppe der Türken wird unterschiedlich definiert. Die türkische Regierung zählt seit 1965 Bevölkerungsgruppen dazu, die von anderen Quellen zum Teil als Angehörige anderer Turkvölker angesehen werden. Dies betrifft etwa 2 bis 5 Millionen Krimtataren und Tataren, etwa 0,5 bis 2 Millionen Aserbaidschaner, bis zu 200.000 Mescheten, etwa 100.000 Tahtacı, etwa 60.000 Terekeme, etwa 14.000 bis 20.000 Gagausen, etwa 2.000 Usbeken sowie jeweils etwa 1.000 Kasachen, Kirgisen, Kumyken, Turkmenen und 500 Uiguren.

Das Personenstandswesen gilt nicht immer als zuverlässig, Reisepässe und ähnliche Dokumente enthalten manchmal falsche Geburtsdaten, vor allem bei älteren Jahrgängen, bei den jüngeren Jahrgängen dagegen sind die Personendaten selten falsch. Dies hat dazu geführt, dass bei Anträgen auf Sozialleistungen, die altersabhängig sind, in Deutschland ein Auszug aus dem türkischen Einwohnerbuch vorgelegt werden muss.

Religion
Das Prinzip der in der Türkei praktizierten Version des Laizismus (eines der sechs Grundprinzipien des Kemalismus) schreibt eine strenge Trennung von Religion und Staat vor, in der Realität ist die Religion dem Staat aber untergeordnet. Artikel 24 der Verfassung von 1982 beschränkt die Glaubensfreiheit auf das Individuum. Religionsgemeinschaften können aus dem Verfassungsabschnitt keine Rechte geltend machen.

Die sunnitisch-islamischen Einrichtungen werden vom staatlichen Diyanet İşleri Başkanlığı, dem Präsidium für Religionsangelegenheiten, verwaltet. Das ist mit rund 800.000 Mitarbeitern eine der größten Behörden der Türkei. Es regelt die Ausbildung der etwa 100.000 Imame und Muezzine, bezahlt und erhält die Moscheen und gibt landesweit den Inhalt der zu haltenden Predigten vor. Das Diyanet ist auch für die Ausrichtung der Koran-Kurse zuständig. Es entsendet Prediger, Imame und Muezzine an die Moscheen und unterhält die Gotteshäuser. Das Amt entsendet ebenfalls Räte (müşavir) und Attachés an Botschaften und Konsulate, insbesondere in der Bundesrepublik.

Nach offiziellen Statistiken sind 92,6 % der türkischen Bevölkerung Muslime. Davon sind etwa 65 bis 70 % Sunniten, die restlichen 30 bis 35 % Aleviten. Außerdem leben in der Türkei 0,2 % Christen (125.000) und 0,04 % Juden (23.000). Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebten jedoch noch etwa 20 % Christen (insbesondere christliche Armenier und Griechen) auf dem Gebiet der heutigen Türkei und 1923 wurden 100.000 Juden in der Türkei gezählt. Zu erwähnen ist, dass auch eine kleine Anzahl von Jesiden in der Türkei lebt.

Die offiziellen Zahlen sind jedoch irreführend, weil jeder Einwohner der Türkei, wenn er nicht explizit als einer anderen Religion zugehörig erklärt wird, automatisch als Moslem erfasst wird. Ein Gegenstück zum Kirchenaustritt gibt es nicht, so dass auch Atheisten und Agnostiker offiziell als Moslems geführt werden. Die Zahl der nicht religiösen Einwohner der Türkei ist daher nicht bekannt.

Sprachen

In der Türkei werden folgende Sprachen verwendet:

 ·         > 90 % Türkisch

·         16–17 % Kurmandschi

·         2 % arabische Sprachen und Dialekte

·         Die türkische Gebärdensprache wurde im Juli 05 von der Türkei gesetzlich voll

          anerkannt.

 
Soziales
Seit der Republiksgründung im Jahre 1923 wuchs die Bevölkerung der Türkei schnell an. 1927 lebten in der Türkei knapp 14 Millionen Menschen, 2003 waren es knapp 70 Millionen (siehe Grafik). In den letzten Jahren hat sich das Bevölkerungswachstum sehr verlangsamt. Während es 2000 noch 1,7 % betrug, wird für 2004 von einem Bevölkerungswachstum von 1,13 % ausgegangen.

Die Türkei ist gleichzeitig ein Auswanderungs- und Einwanderungsland. Aus dem Balkan, Nahen Osten, Griechenland, Iran, Zentralasien, Krim usw. kamen nach dem Fall der eisernen Mauer Aussiedler in die Republik. Auf der anderen Seite verließen viele Minderheiten die Türkei, etwa Kurden, Assyrer, Griechen, Juden, Jesiden, Zaza usw. sowie Millionen von eigentlichen Türken.

Nachfolgend sind die Einwohnerzahlen der Türkei in ausgewählten Jahren aufgelistet:

·         1927: 14 Millionen

·         1961: 29 Millionen

·         1983: 49,5 Millionen

·         2004: 69 Millionen

Die Türkei verfügt über eine sehr junge Bevölkerung. Der Altersdurchschnitt der türkischen Bevölkerung liegt bei etwa 27,3 Jahren (Stand 2004). Die Altersstruktur setzte sich 2004 folgendermaßen zusammen: 26,6 % der Staatsbürger sind zwischen 0 und 14 Jahre alt, 66,8 % zwischen 15 und 64 Jahre und nur 6,6 % über 65 Jahre alt.

Der Staat stellt für alle Bürger eine medizinische Grundversorgung zur Verfügung. 1999 kam im Durchschnitt ein Arzt auf 859 Einwohner. Die Lebenserwartung beträgt in der Türkei bei den Männern 66,6 Jahre und bei den Frauen 71,2 Jahre. Beim Lebensstandard, der durch den Human Development Index repräsentiert wird, liegt die Türkei weltweit auf dem 84. Platz (Stand 2005). Damit gehört sie zu den Ländern mit einem mittleren Entwicklungsstand (zum Vergleich: Deutschland belegt den 22. Platz).

Seit der Gründung der Republik wird versucht, die Stellung der Frau in der türkischen Gesellschaft zu verbessern. Die Türkei gehörte zu den ersten Staaten, die das Frauenwahlrecht einführten. Seit 1930 dürfen Frauen in der Türkei wählen und seit 1934 können sie sich selbst zur Wahl stellen. Erst 2004 wurde ein Gesetz durch das Parlament beschlossen, das so genannte „Ehrenmorde“ an Mädchen und Frauen wie vorsätzlichen Mord mit lebenslanger Haftstrafe ahndet. Davor wurden bei solchen Morden unter dem Motiv der Familienehre vor den Gerichten mit Erfolg mildernde Umstände geltend gemacht. Diese mildernden Umstände wurden mit dieser Strafrechtsreform nichtig.

Frauenrechte
In der Republik, die nach der Niederlage des Osmanischen Reiches im Ersten Weltkrieg und dem Türkischen Befreiungskrieg am 29. Oktober 1923 offiziell ausgerufen wurde, kam es zu einschneidenden rechtlichen Veränderungen in Bezug auf die Lage der Frauen.

Diese zeigten sich primär durch Abschaffung des bis dahin seit dem Jahr 1917 geltenden Bürgerlichen Gesetzbuches Mecelle, welches sich weitgehend auf islamische theokratische Regelungen stützte (Sharia). Dieses Gesetzbuch wurde durch eine neue Zivilrechtsordnung, die das Schweizer Zivilgesetzbuch zum Vorbild hatte, ersetzt. Für die Frauen hatte diese Erneuerung weitreichende Konsequenzen. Nahezu jeder Bereich des täglichen Lebens und der sozialen und politischen Rahmenbedingungen wurde durch die Abschaffung des alten osmanischen Rechts und die Einführung der neuen Gesetze beeinflusst.

So wurde beispielsweise die Polygamie verboten, die Zivilehe zur Norm erhoben, beiden Ehepartnern das Scheidungsrecht zuerkannt und die weiblichen Rechte den männlichen im Erbrecht, im Eigentumsrecht und im Vormundschaftsrecht angeglichen. Im Sinne des laizistischen Prinzips des Kemalismus wurde eine strenge Trennung von Religion und Politik durchgesetzt. Außerdem wurden die Bildungsstätten säkular erneuert und die höheren Schulen erstmals auch für Frauen geöffnet.

Quelle: Auszug aus Wikipedia

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Tunesien

(amtlich die Tunesische Republik) ist ein Staat in Nordafrika, der im Norden und Osten an das Mittelmeer, im Westen an Algerien und im Süden an üü'Lybien grenzt. Sein Name ist von dem Namen seiner Hauptstadt Tunis abgeleitet. Die grösste vorgelagerte Insel ist Djerba (514 km²). Tunesien ist das östlichste der Maghreb Länder.

Bevölkerung
Zirka 98 % der Tunesier sind Araber und arabisierte Berber und 1,2 % Berber. Daneben gibt es Minderheiten von Franzosen, Italienern und Maltesern. Tunesien ist sehr ungleich besiedelt; 70 % der Einwohner leben im Norden des Landes, vor allem an der Küste. 65 % wohnten 2005 in Städten. Obwohl das Bevölkerungswachstum (2004: 1 %) aufgrund intensiver Familienplanungskampagnen sinkt, lag 2005 der Anteil der Einwohner unter 15 Jahren noch bei 26 %. Tunesien gehört zu den wohlhabenderen Ländern Afrikas. Arbeitsgesetze bestehen bereits seit 1910; das Sozialversicherungssystem wird weiter ausgebaut. Das relativ gut entwickelte staatliche Gesundheitswesen versucht, das bestehende Stadt-Land-Gefälle abzubauen. Die Lebenserwartung lag 2005 bei 73 Jahren. Schulpflicht besteht vom 6. bis 14. Lebensjahr; etwa 17 % aller Männer und 35 % aller Frauen waren 2004 noch Analphabeten. Bereits 1674 wurde die Universität von Tunis gegründet.


Religion
Der Islam ist in Tunesien Staatsreligion; etwa 99 % der Bevölkerung sind sunnitische Muslime. Die wenigen Christen (20.000 Katholiken und protestantische Minderheit) sind meist europäischer Abstammung. Daneben gibt es noch rund 2.000 Juden, als Rest einer uralten, ehemals bedeutenden Bevölkerungsgruppe. Doch nach dem Progrom von Tunis im Jahr 1956 verließ die Mehrzahl der tunesischen Juden das unabhängig gewordene Land in Richtung Frankreich oder Israel. Auf der Insel Djerba steht seit wahrscheinlich über 1.000 Jahren die Al Ghriba Synagoge („Die Erstaunliche“), eine der ältesten Synagogen der Welt. Jedes Jahr, am 33. Tag nach dem Pessach-Fest (zeitgleich mit dem westkirchlichen Ostertermin), findet hier die größte jüdische Wallfahrt Nordafrikas statt. Zu dieser Wallfahrt werden Gläubige aus der ganzen Welt erwartet. Auf Djerba leben ebenfalls noch einige muslimische Kharidjiten (Anhänger einer der drei ursprünglichen Glaubensrichtungen des Islam.)

Sprache
Amtssprache ist Arabisch. Französisch wird als Handels- und Bildungssprache gebraucht. Als Umgangssprache wird in Tunesien überwiegend tunesisch-arabisch gesprochen, außer im Süden des Landes, wo noch in einigen Dörfern sowie auf der Insel Djerba berberische Dialekte benutzt werden.

Politisches System
Gemäß der Verfassung von 1959 ist Tunesien eine Präsidialrepublik. Der direkt vom Volk alle fünf Jahre gewählte Staatspräsident ist zugleich Oberbefehlshaber der Streitkräfte und ernennt den Ministerpräsidenten. Regionale Gouverneure und lokale Verwalter werden ebenfalls durch die Zentralregierung ernannt; beratende Bürger- meister und städtische Räte werden gewählt. Legislative ist die Nationalversammlung mit für fünf Jahre gewählten 189 Mitgliedern. Bei den Wahlen vom 24. Oktober 2004 entfielen davon 152 Sitze auf den Rassemblement Constitutionnel Democratique (RCD), auf die Mouvement des Democrates Socialistes (MDS) 14, die Parti de l'Unite Populaire (PUP) elf, die Union Democratique Unioniste (UDU) sieben, die Mouvement de la Renovation Ettajdid (MR) drei und die Parti Social-Liberal (PSL) zwei Sitze. Das politische Leben wird fast vollständig vom RCD beherrscht. Er war 25 Jahre lang auch die einzig zugelassene Partei. Wahlberechtigt sind alle Tunesier im Alter ab 20 Jahre.

Die Justiz ist formal unabhängig, reagiert aber auf Empfehlungen der Exekutive, besonders in politischen Fällen. Sie orientiert sich am französischen Vorbild, bezieht aber auch islamisches Recht mit ein. Es gibt verschiedene beratende Körperschaften:Staatsrat, Sozial- und Wirtschaftsrat, Konstitutionsrat und den höheren islamischen Rat.

Quelle: Auszug aus Wikipedia

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Das Königreich Marokko (arabisch المملكة المغربيةal-Mamlaka al-Maghribīya) liegt im Nordwesten Afrikas und ist durch die Strasse von Gibraltar vom europäischen Kontinent getrennt. Als westlichstes der drei Maghrebländer grenzt es im Norden an das Mittelmeer, im Westen an den Atlantischen Ozean und im Osten an Algerien. Marokkos Südgrenze ist wegen des Westsaharakonfliktes bis zum Abhalten eines Referendums der Vereinten Nationen über die zukünftige Zugehörigkeit der Westsahara international umstritten.

Bevölkerung
Rund 20 % der Marokkaner sind arabischstämmig. Die Berber (etwa 80 % der Bevölkerung, davon knapp 60% arabisierte Berber) sind heute zumeist sesshafte Bauern. Nur eine Minderheit lebt noch als Nomaden
oder halbnomadisch in abgelegenen Gebieten des Mittleren Atlas oder auf den Hochplateaus im Osten des Landes. Nordmarokko mit der alten Metropole Fes ist eher arabisch (34 % der Bevölkerung Araber, 25 % arabisierte Berber), Südmarokko und dessen Metropole Marrakesch eher Berberisch (30 % der Bevölkerung Berber) geprägt. Es leben rund 60.000 Ausländer im Land, darunter vor allem Franzosen, Spanier, Italiener, Tunesier und Algerier. Im Gegenzug leben über eine Million Marokkaner in Frankreich und sind somit wichtige Vertreter des Islam in Frankreich.

Die Bevölkerungsverteilung Marokkos ist sehr ungleich. Zwei Drittel der Einwohner leben auf etwa einem Zehntel der Landesfläche im Nordwesten oder Westen. Ballungsgebiete sind die Küstengebiete im Norden und Nordwesten und das Sebou-Tiefland. Obwohl Marokko eine alte Stadtkultur besitzt, leben nur 57,4 % (2003) der Bevölkerung in Städten. Die Verstädterung schreitet langsamer voran, als in anderen afrikanischen Ländern. 32,9 % der Einwohner sind jünger als 15 Jahre (2003); die Gruppe der über 65jährigen beträgt lediglich 4,4 %. Die Lebenserwartung beträgt 69 Jahre (2003). Das Bevölkerungswachstum liegt (2003) bei 1,6 %.

Marokko liegt vom Pro-Kopf-Einkommen her in der mittleren Gruppe der afrikanischen Länder. Die Sozialversicherung umfasst Alters-, Hinterbliebenen- und Invalidenrenten. Auch Leistungen bei Krankheit, Schwangerschaft sowie Familienbeihilfen werden gewährt. Versichert sind allerdings nur Arbeitnehmer in Industrie und Handel, beziehungsweise Genossenschaftsmitglieder. Die Arbeitslosigkeit (2004 durchschnittlich 10,8 %) ist besonders unter Jugendlichen hoch. Viele männliche Jugendliche wandern daher in europäische Staaten aus. Um das Problem der Arbeitslosigkeit zu lösen, gehen staatliche Maßnahmen in Richtung "Marokkanisierung", das heißt Verdrängung ausländischer Fachkräfte. Die Inflation lag 2004 durchschnittlich bei 1,4 %. Das Gesundheitswesen ist im Vergleich zu anderen afrikanischen Staaten recht gut entwickelt. Die medizinische Versorgung der Stadtbevölkerung ist allerdings wesentlich besser als die der Landbevölkerung. Knapp die Hälfte aller Ärzte praktiziert in Casablanca und Rabat. Hauptprobleme der Gesundheitsvorsorge sind die Bekämpfung der Durchfall- und Parasitenkrankheiten, der Malaria und teilweise noch der Mangelernährung. Allgemeine Schulpflicht besteht für 7- bis 13jährige, jedoch werden nur 55 % aller Kinder eingeschult. 37 % aller Männer und 62 % aller Frauen sind Analphabeten (2002). Das Schulsystem ist dreistufig: auf fünf Jahre Grundschulausbildung folgen in der Sekundarausbildung eine vierjährige Unterstufe und eine dreijährige Oberstufe. Daran schließt die Hochschulausbildung an. Universitäten befinden sich in Rabat, Casablanca, Oujda, Marrakesch und in Fes. Auf eine lange Tradition kann die islamische Al-Qarawiyin-Universität in Fes  zurückblicken, die bereits 859 gegründet wurde.

Sprache
Die landesweite Amtssprache ist Arabisch. Von Marokkanern berberischer Abstammung werden auch diverse Berbersprachen (Tachelhit, Tamazight, Ghomara, Tarifit, Senhaja de Srair und heute auch noch Judäo-Berberisch gesprochen. Französisch wird im gesamten Land als Handels- und Bildungssprache benutzt. Im Norden Marokkos, der Westsahara und um Sidi Ifni wird zusätzlich Spanisch gebraucht.

Religion
Staatsreligion ist der Islam. Rund 99 % der Bevölkerung sind Muslime, davon 90 % Sunniten malikitischer Richtung. 69.000 Einwohner bekennen sich zum Christentum (meist Katholiken) und 8.000 zum Judentum.

Quelle: Auszug aus Wikipedia

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Die Karibik ist eine Region im westlichen, tropischen Teil des Atlandischen Ozeans nördlich des Äquators. Sie besteht aus dem Karibischen Meer und den dort gelegenen Inseln und Inselgruppen (Westindische Inseln)

Die Karibik ist nach dem Volk der Kariben benannt, das die spanischen Eroberer auf den Kleinen Antillen vorgefunden hatten.

Bevölkerung
In der Karibik lebt ein buntes Völkergemisch mit insgesamt etwa 35 Mio. Einwohnern. Neben den sehr wenigen verbleibenden Ureinwohnern leben dort vor allem Menschen afrikanischer und europäischer Herkunft, Kreolen, sowie Inder (vor allem in Trinidad und Tobago und Guyana) und Chinesen auf den verschiedenen Inseln der Karibik.

Sprachen
Spanisch und Englisch sind die Hauptsprachen der Karibik (die von 94 % der Einwohner gesprochen werden, wobei Spanisch davon etwa 70 % ausmacht), daneben Französisch, Niederländisch und verschiedene Kreolsprachen.

Da der Sammelbegriff Karibik viele Inseln und Inselgruppen beschreibt, kann nicht auf jede Einzelne und deren Bevölkerung, Sprache und Politik eingegangen werden.

Quelle: Auszug aus Wikipedia




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